Fluchtursachen bekämpfen

“Fluchtursachen bekämpfen heißt in Entwicklung investieren.”

Gerd Müller (Bundesentwicklungsminister)

Die Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit ist es, Menschen in Entwicklungsländern darin zu unterstützen, ein Leben in Würde zu führen und Perspektiven für sich und ihre Kinder zu entwickeln. Leider ist dies aber Millionen von Menschen nicht möglich, weil sie vor Armut, Hunger und Not, Krieg, grenzenloser Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Naturkatastrophen, Ausgrenzung, politischer, ethnischer oder religiöser Diskriminierung fliehen müssen.

In solchen Not- und Krisenlagen sichert die humanitäre Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft das Überleben der Flüchtlinge. Innerhalb der Bundesregierung ist das Auswärtige Amt für diese Soforthilfe verantwortlich. Als Ergänzung dazu sind die Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit auf längere Zeiträume angelegt. Ziel ist, die Situation in den von Krisen betroffenen Regionen nachhaltig zu stabilisieren und die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern. Das BMZ stimmt sich bei dieser Arbeit eng mit dem Auswärtigen Amt ab, um die humanitäre Hilfe optimal mit den Vorhaben der langfristig wirkenden Entwicklungszusammenarbeit zu verknüpfen.

Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise haben für die deutsche Entwicklungspolitik höchste Priorität. Das BMZ stellt allein im Jahr 2015 mehr als eine Milliarde Euro für direkte Flüchtlingshilfe zur Verfügung. Im Laufe der gesamten Legislaturperiode wird das Ministerium mehr als zwölf Milliarden Euro für die Bekämpfung von strukturellen Fluchtursachen, die Unterstützung von Flüchtlingen und die Stabilisierung der Aufnahmeregionen ausgeben. Regional konzentriert sich das deutsche Engagement vor allem auf die Nachbarländer Syriens, den Jemen, Nord- und Westafrika, die Region am Horn von Afrika, den Südsudan, den Westbalkan und die Ukraine sowie auf Afghanistan und Pakistan.


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