Terrorismus in Deutschland

Jedes Jahr sterben rund 4.000 Menschen im Straßenverkehr, ca. 16.000 werden Opfer falscher Medikamentation, 40.000 sterben an multiresistenten Keimen (MRSA) in Krankenhäusern.
Zusätzlich sind etwa 11.000 Tote durch Grippeinfektionen zu verzeichnen, täglich sterben 9.000 Säuglinge weltweit, weil es an ärztlicher Versorgung fehlt, an Krankheiten, die eigentlich vermeidbar wären. Hauptursache für die Säuglingssterblichkeit sind Unterernährung, Infektionen und Sauerstoffmangel.

Und vor diesem Hintergrund machen sich Leute Sorgen um die Gefahren des Terrorismus?

Frage: Wie viele Terrortote hatten wir den in den letzten Jahren in Deutschland? Versucht doch einmal anhand des folgenden Textes von Wikipedia die genauen Zahlen zu ermitteln:

Terror und Terrorgefahr in Deutschland

2001

  • Drei der vier Selbstmordpiloten der Anschläge vom 11. September 2001 hatten zuvor eine Terrorzelle in Hamburg geformt, wo sie die Anschläge vorbereiteten und regelmäßig gemeinsam die Al-Quds-Moschee besuchten.

2006

  • Im Juli 2006 schlug ein Bombenanschlag von libanesischen Islamisten auf zwei Nahverkehrszüge in Westdeutschland fehl.

2007

  • 2007 wurde die Sauerland-Gruppe, eine vierköpfige Terrorzelle der Islamischen Dschihad-Union aus deutschen Konvertiten und Deutschtürken, ausgehoben. Die Gruppe hatte den Einsatz von Autobomben gegen amerikanische Militäreinrichtungen und zivile Ziele auf deutschem Boden geplant.

2008

  • Im September 2008 misslang ein Mordanschlag dreier Minderjähriger auf eine Kölner Polizeistreife, die in einen Hinterhalt gelockt worden war. Sie gaben an, Waffen erbeuten zu wollen, um in einen heiligen Krieg zu ziehen und Amerikaner töten zu wollen. Zwei von ihnen reisten im Frühjahr 2013 nach Syrien aus.

2010

  • Vermutlich im April 2010 kam der Islamist Eric Breininger in der Nähe von Mir Ali, im von Pakistan verwalteten Stammesgebiet, bei Gefechten ums Leben.

2011

  • Im März 2011 erschoss der islamistische Kosovo-Albaner Arid Uka zwei US-Soldaten und verletzte zwei weitere schwer, die sich auf dem Weg nach Afghanistan befanden (Mordanschlag am Frankfurter Flughafen am 2. März 2011).
  • Im April 2011 wurden die vier Mitglieder der Düsseldorfer Zelle verhaftet, die laut Anklage einen Sprengstoffanschlag auf eine große Menschenmenge vorbereiteten.

2012

  • Am 5. Mai 2012 kam es am Rande einer Demonstration der Partei Pro NRW in Bonn zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Hundert Salafisten auf die Demonstranten losgingen, so dass diese von der Polizei geschützt werden mussten. Dabei wurden 29 Beamte verletzt, zwei davon erlitten durch Messerstiche schwere Verletzungen.
  • Im Dezember 2012 kam es zu einem versuchten Bombenanschlag am Bonner Hauptbahnhof, für den der deutsche Konvertit Marco G. aus der hiesigen Salafisten-Szene verdächtigt wird.

2013

  • Im März 2013 verhinderte die Polizei ein Attentat auf den Parteivorsitzenden von Pro NRW, Markus Beisicht. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof erhob in diesem Zusammenhang Anklage gegen Marco G. und weitere Salafisten. Im Oktober 2013 zog der Tod des Salafisten und ehemaligen Fußball-Jugendnationalspielers Burak Karan in Syrien mediale Aufmerksamkeit auf sich.

2014

  • Der Islamist Philip Bergner aus Dinslaken und Angehöriger der sogenannten Lohberger Brigade, sprengte sich 2014 im Irak in die Luft und tötete damit 20 Menschen. Im September desselben Jahres sprengte sich der Islamist Ahmet C. aus Ennepetal in Bagdad in die Luft und tötete damit 54 Menschen.

2015

  • Am 18. Januar 2015 verbot die Polizei Dresden wegen einer „konkreten“ islamistischen Terrorgefahr eine für den Folgetag geplante PEGIDA-Demonstration. Die Entscheidung, die in das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit eingriff, stieß anschließend auf Kritik in der Politik; Regierungskreise äußerten die Vermutung, die Terrorbedrohung gegen die – steigenden Zulauf verzeichnende – PEGIDA-Bewegung sei von sächsischen Stellen „hochgejazzt“ worden.
  • Am 15. Februar 2015 wurde der Braunschweiger Karneval, mit über 250.000 Jecken der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands, von der Polizei wegen “einer konkreten Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund” abgesagt.
  • Nach einer Terrorwarnung kam es am 28. Februar 2015 zu einem Großeinsatz der Bremer Polizei. Im Visier waren Salafisten. Das Islamische Kulturzentrum Bremen wurde durchsucht, in der Innenstadt patrouillierten mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten. Präventiv wurden auch die Schutzmaßnahmen für die Jüdische Gemeinde erhöht.
  • Ende April 2015 verhaftete die Polizei im Vorfeld des bekannten Straßenrennens Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt ein salafistisches Ehepaar türkischer Herkunft, das es der Vorbereitung eines Terroranschlags verdächtigte. Das Radrennen wurde anschließend aus Sicherheitsgründen abgesagt. Gegen den männlichen Verdächtigen erhob die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage wegen Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags; allerdings ist bislang unklar, welches Anschlagsziel der Mann ins Auge gefasst hatte.
  • Am 17. September 2015 erschoss die Berliner Polizei den irakischen Islamisten Rafik K., nachdem dieser auf der Straße eine Polizistin mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt hatte.
  • Vier Tage nach den Pariser Anschlägen im November wurde das Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Niederlande in Hannover nach Hinweisen auf einen geplanten islamistischen Terroranschlag kurz vor dem Anpfiff abgesagt. Die Suche nach den potentiellen Attentätern ist bislang erfolglos geblieben.
  • In der Silvesternacht wurde der Münchner Hauptbahnhof, der zweitgrößte Bahnhof Deutschlands, sowie der Bahnhof München-Pasing nach einer Warnung vor koordinierten islamistischen Bombenanschlägen geräumt. Die Ermittlungen haben bislang keine konkreten Ergebnisse gebracht.

2016

  • Am 4. Februar wurden bei bundesweiten Razzien zwei algerische Männer und eine Frau aus der Islamistenszene festgenommen. Von Berlin aus wollten sie Attentate vorbereiten. Der Hauptverdächtige hielt sich nach Polizeiangaben in einem Erstaufnahmeauflager für Flüchtlinge in Attendorn auf und wurde dort festgenommen. Er wird wegen Zugehörigkeit zur Terrorgruppe ISIS auch von algerischen Behörden gesucht und soll vom IS militärisch ausgebildet worden sein.
  • Am 26. Februar attackierte eine 16-jährige einen Polizisten während einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof in Hannover mit einem Gemüsemesser am Hals und verletzte ihn damit schwer.
  • Am 16. April zündeten zwei jugendliche Salafisten eine Bombe in einem Essener Sikh-Tempel und verletzten dabei drei Menschen. Nach Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei den beiden Tätern um Sympathisanten der Terrororganisation Islamischer Staat (IS).
  • Am 2. Juni wurden in Brandenburg, NRW und Baden-Württemberg drei Syrer festgenommen. Sie sollten offenbar im Auftrag des sogenannten Islamischen Staats (IS) einen Terroranschlag in der Düsseldorfer Altstadt begehen.
  • Am 18. Juli attackierte ein IS-Sympathisant in einem Zug bei Würzburg vier Personen mit einer Axt und wurde bei einem Polizeieinsatz erschossen.
  • Am 24. Juli sprengte sich ein weiterer IS-Sympathisant vor dem Haupteingang eines Musikfestivals in Ansbach in die Luft. Dabei wurden 15 Personen verletzt.

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