Redensarten

K

  • Kadavergehorsam leisten — uneingeschränkten Gehorsam leisten, „wie ein Kadaver“, der sich ohne eigenen Willen von einem fremden Willen widerstandslos bewegen lässt. Abwertend kritische Bezeichnung, als Wort und in dieser negativen Bedeutung entstanden im deutschen anti-jesuitischen Schrifttum des 19. Jahrhunderts, dort im Rückgriff auf eine Formulierung in den lateinischen Ordensstatuten von Ignatius von Loyola (si cadaver essent, in der spanischen Ursprungsfassung cuerpo muerto), der dabei seinerseits einen Vergleich in der Tradition von Franz von Assisi aufgriff und diese Art des Gehorsams von den Ordensmitgliedern forderte.
  • Das ist kalter Kaffee — Überflüssiger Disput, bei dem kein Ergebnis herauskommt. Abgestandener Kaffee hat kein Aroma mehr.
  • Jemanden durch den Kakao ziehen — Sich (meist in dessen Abwesenheit) über jemanden lustig machen. (Bei Kakao handelt es sich vermutlich um eine euphemistische Umschreibung von Kacke. Beispiel: Erich Kästner, Was auch geschieht!)
  • Eher geht ein Kamel durch das Nadelöhr — Unmögliches Unterfangen. Nach einem Gleichnis in der Bibel (u.a. Mk 10,25 EU), wonach eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht als ein Reicher ins Reich Gottes kommt. Zu den verschiedenen Herkunftserklärungen vgl. den Hauptartikel Eher geht ein Kamel durch das Nadelöhr.
  • Wo kämen wir da hin, wenn … — Ablehnung ungewohnter bzw. neuer Ideen und Methoden. — Bezug darauf nimmt u.a. Kurt Martis Gedicht Wo kämen wir hin
  • Alles über einen Kamm scheren — Nach einem einheitlichen Verfahren vorgehen, ohne auf Unterschiede Rücksicht zu nehmen. Es wird vermutet, dass es aus dem germanischen Recht abgeleitet ist, wo das Scheren des Kopfhaares eine Entehrung bedeutete. Im Bayerischen wird heute noch abschätzig von „Gscherten“ gesprochen.
  • Jemanden an die Kandare nehmen — Jemanden zu Gehorsam zwingen (wollen). Die Kandare ist Teil des Zaumzeuges bei Pferden. Mit ihrer Hilfe kann ein Tier auf schmerzhafte Weise zur Disziplin gebracht werden.
  • Unter aller Kanone — Miserables Ergebnis. Hat nichts mit der im Militär gebräuchlichen Kanone zu tun. Die Notenskala (heute von 1 bis 6) lautete in Lateinschulen „Canon“. Total verhauene Arbeiten wurden schlicht mit „sub omni canone“ (=unterhalb des Maßstabs) gewertet, von den Schülern bewusst verballhornt.
  • Mit Kanonen auf Spatzen schießen — Vollkommen überreagieren, die Verhältnismäßigkeit nicht wahren.
  • Etwas auf die hohe Kante legen — Etwas sparen, zurücklegen für schlechtere Zeiten. Hohe Kante bezeichnet einen Platz im Baldachin eines Bettes, an dem früher wohlhabende Menschen ihr Erspartes versteckten. Häufig befand sich in einem Balken des Baldachins ein besonderes Geheimfach zu diesem Zweck.
  • Eine scharfe Kante zeigen — Klare, geradlinige Meinung vertreten, zu erwartende Dispute darüber nicht scheuen. Möglicherweise in Anlehnung an die Schärfeneinstellung beim Fotografieren entstandene Redewendung, die gerne von Politikern benutzt wird, die sich damit gegen ihre Gegner profilieren wollen.
  • Er ist ein unsicherer Kantonist — Auf ihn ist kein Verlass, ihm ist nicht zu trauen. Preußen war bezüglich der Aushebung von Soldaten in Kantone aufgeteilt. Wer sich dem Waffendienst entziehen wollte, tat dies am besten durch Emigration.
  • Er steht (oder ist) neben der Kapp — Er ist geistesabwesend, etwas verwirrt oder hilflos. Umgangssprachlich aus Hessen.
  • Ich nehme das auf meine Kappe — Ich übernehme dafür die Verantwortung, stehe dafür gerade.
  • Er ist ein (echtes) Käpsele — er hat eine schnelle Auffassungsgabe, ist sehr intelligent, gewitzt (gelegentlich auch im Sinne von durchtrieben). Eine hauptsächlich in Schwaben gebräuchliche Redewendung, die vom lateinischen “caput” (Kopf) stammt.
  • Das Karnickel hat angefangen — Der Sündenbock sein. Nach einer in Verse gebrachten Berliner Anekdote, wonach ein Schusterjunge sich erbot, gegen Entgelt vor Gericht eine der Partei genehme Zeugenaussage zu machen.
  • Jemandem in die Karten sehen — Die geheimen Absichten des Anderen mit unlauteren Mitteln zu ergründen versuchen. Vom Kartenspiel, wo das Wissen über die Karten des Gegners große Vorteile mit sich bringt, aber nur durch Scharfsinn oder illegal zu erlangen ist.
  • Mit offenen Karten spielen — Nichts verheimlichen. Beim Nullouvert werden von einem Spieler die Karten offen auf den Tisch gelegt, was die Taktik der beiden Gegner sehr erleichtern kann.
  • Die Karten werden (jetzt) neu gemischt — Es beginnt ein neues Spiel, es besteht jetzt wieder Chancengleichheit, mit der Aussicht, vorherige Verluste wettzumachen.
  • Er spielt mit gezinkten Karten — Er betrügt, treibt ein falsches Spiel. Unter Zinken versteht man das unauffällige Kennzeichnen von Karten, deren Rückseite ja ansonsten absolut einheitlich gestaltet ist. Anhand von kleinsten Kerben erkennt der Betrüger dann, welche Karte sich dahinter verbirgt.
  • Er setzt Alles auf eine Karte — Er spielt volles Risiko, alles zu verlieren oder zu gewinnen („hopp oder topp“).
  • Es fiel zusammen wie ein Kartenhaus — Die (Lügen-)Geschichte/die Illusion wurde auf einen Schlag entlarvt. Eine kleine Unachtsamkeit oder ein Windstoß kann ein mühsam aufgebautes Kartenhaus in Sekunden zum Einsturz bringen.
  • Ab nach Kassel! — Verschwinde oder scher dich! Der Kurfürst von Hessen verkaufte Landeskinder an die britische Krone, die als Söldner im amerikanischen Freiheitskrieg eingesetzt wurden. Sammelstation war Kassel. Nach einer anderen Version oder vielleicht auch bewusst herbeigeführten zusätzlichen Deutung bezieht sich der Spruch auf den französischen Kaiser Napoléon III., der nach der Gefangennahme bei Sédan 1870 einige Zeit in Kassel arrestiert war.
  • Die Kastanien aus dem Feuer holen — Einem anderen die unangenehmen Dinge abnehmen. Nach einer Fabel von Jean de La Fontaine, in der ein Affe einen Kater bat, für ihn die gerösteten Esskastanien aus dem Feuer zu holen.
  • Am Katzentisch sitzen — abseitsstehen, nicht beteiligt werden (Katzentische werden denen zugewiesen, die man nicht für gleichberechtigt hält. Der Katzentisch war ein abseits stehender Tisch für die Kinder oder verspätete Gäste.)
  • Der Katze die Schelle umhängen — als einziger eine gefährliche Aufgabe übernehmen, da sich niemand dazu bereit findet der Katze eine Schelle umzuhängen. Ursprung ist eine alte Fabel, nach der die Mäuse auf den Rat einer Ratte innerhalb einer Versammlung beschlossen, der Katze eine Schelle umzuhängen, damit sie rechtzeitig vor ihr gewarnt würden. Nur fand sich bezeichnenderweise keine einzige Maus für diese gefährliche Aufgabe.
  • Die Katze aus dem Sack lassen — offenbaren, welche (häufig auch bösen) Absichten man hatte, ehe man das Geheimnis lüftete (Wer die Katze aus dem Sack lässt, kann niemandem mehr einreden, dass ein Hase im Sack ist.)
  • Da beißt sich die Katze in den Schwanz – Die Sache dreht sich im Kreis, beginnt von vorne. Junge Katzen beißen sich gerne in den Schwanz und drehen sich dann im Kreise
  • Die Katze im Sack kaufen — unüberlegt oder ungeprüft ein Risiko eingehen. Diese Redensart geht auf eine Fabel zurück, in der dem Teufel in der Neujahrsnacht eine Katze im Sack als dreibeiniger Hase verkauft wurde.
  • Eine Katze hat sieben/neun Leben. — die Katze ist langlebig und zäh.
  • Die Katze lässt das Mausen nicht — eine bestimmte Eigenart liegt ihm im Blut, er kann davon nicht lassen.
  • Alles für die Katz! / für die Katz sein. — Vergeblich sein. (nach einer Fabel von Burkard Waldis)
  • Katzenjammer haben — sich elend fühlen, meist nach einer übel durchzechten Nacht mit anschließendem „Kater“. Das häufig darauf folgende „Katerfrühstück“ soll die Kopfschmerzen verschwinden lassen.
  • Mit jemand Katz und Maus spielen — ihm seine Ohnmacht durch Schaffung immer neuer Situationen vor Augen führen.
  • Wie Hund und Katze sein — sich nicht vertragen.
  • Einen Kater haben — Unwohlsein beim Ausnüchtern nach Alkoholkonsum.
  • Etwas in Kauf nehmen — Unangenehmes akzeptieren, weil gleichzeitig auch Vorteile entstehen, oder weil man seine Grundsätze nicht preisgeben will.
  • Auf den Keks gehen — Lästig sein.
  • In dieselbe Kerbe hauen — Jemanden bei einem Vorhaben unterstützen. Als die Motorsäge noch unbekannt war, erzielten Holzfäller die optimale Wirkung, wenn Axthieb für Axthieb in der gleichen Kerbe landete.
  • Etwas auf dem Kerbholz haben — Etwas verbrochen oder ausgefressen haben. Zu Zeiten des Analphabetentums wurden Schulden häufig durch Kerben in einem Holzstab dokumentiert (wie heute noch im Restaurant die Getränke auf dem Bierdeckel). Meist wird die Ausdrucksweise für Straftäter verwendet.
  • Das Kind mit dem Bade ausschütten. — etwas übereilt tun, ohne die möglichen negativen Konsequenzen oder Vorteile genügend zu bedenken
  • Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen — jetzt ist das Befürchtete passiert bzw. es ist für eine Verhinderung zu spät
  • Er wurde als Kind zu heiß gebadet. — er ist nicht normal, er hat einen Dachschaden
  • Wir werden das Kind schon schaukeln — Wir werden das schwierige Problem lösen
  • Mit Kind und Kegel — mit großer Begleitung. „Kegel“ wurden die unehelichen Kinder genannt
  • Er ist ein großer Kindskopf — er hat, obwohl erwachsen, noch die mentalen Eigenheiten oder Vorlieben eines Jugendlichen an sich
  • Für jemand die Kindsmagd spielen. — jemand alle Klein- oder Drecksarbeiten abnehmen müssen. Die Kindsmagd hatte die Kinder zu beaufsichtigen und u.a. all das aufzuräumen, was beim Spielen liegen geblieben war.
  • Mit der Kirche ums Dorf gehen — Umständlich sein, einen unnötigen Umweg machen. „Die Kirche“ bezeichnete früher die Kirchengemeinde oder Prozession, die einen unnötigen oder auch nur langen Weg beschreitet. Die Länge des Prozessionsweges hing zumeist von der Bedeutung des Anlasses ab, blieb so mal innerhalb des Dorfes, führte aber auch schon mal auf die Felder hinaus, vgl. Bittprozession.
  • Lass die Kirche im Dorf! — Übertreibe nicht oder handele umsichtig.
  • Komm mir auf die Kirchweih! — Dezente Umschreibung des berühmten Götz-Zitates. Um einen ungewollten Besuch zu diesem Festtag zu vermeiden, wurde im sparsamen Oberschwaben gerne ergänzt „aber brings Essen selber mit“.
  • Mit ihm ist nicht gut Kirschen essen — Warnung vor einer unverträglichen Person. Bereits um 1350 schreibt der Berner Dominikanerpater Ulrich Boner: „Wer mit Herren Kirschen esse, dem würfen sie danach die Stiele in die Augen“.
  • Halt die Klappe! — Sei still!
  • Der muss wohl mit dem Klammerbeutel gepudert sein! — Er muss verrückt sein, wenn er so etwas tut. Gemeint ist hier der Beutel im Mehlkasten einer Mühle, der durch eine klammerähnliche Vorrichtung geschüttelt wird, um die Kleie vom Mehl zu trennen. Wenn der Mehlkasten während des Mahlens geöffnet wird, stäubt das Mehl den Müller ein. Das ist nicht nur unangenehm, sondern erhöht auch die Gefahr einer Staubexplosion. Bundesweit bekannt wurde diese Redensart durch Björn Engholm, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.
  • Jemanden über den grünen Klee loben — Jemanden über alle Maßen hervorheben. Während heutige Gärtner den Klee im Beet tunlichst vermeiden, galt im Mittelalter den Minnesängern die Kleeblume als außerordentlich edle Blüte und wurde dementsprechend von Wolfram von Eschenbach oder Walther von der Vogelweide gelobt. Ursprünglich bedeutete es im eigentlichen Wortsinn nur, dass dem Gelobten eine größere Lebenskraft zugeschrieben wurde.
  • Jemanden über die Klinge springen lassen — Jemanden zu Fall bringen, ihn stürzen oder beseitigen. Mit Klinge war das Henkerschwert gemeint, das den Kopf vom Rumpf trennte.
  • Knall und Fall — Plötzlich, ohne Vorankündigung. Wohl aus der Jägersprache stammend, wo das Wild im gleichen Moment wie der Schuss fällt.
  • Eine Sache übers Knie brechen — Etwas vorschnell und zu wenig überlegt durchführen. Das Knie wird spontan zu Hilfe genommen, das Ergebnis ist aber wenig professionell.
  • Einen Knopf dran machen — Fertigstellen, abschließen. Die Knöpfe anzunähen sind die letzten Handarbeiten bei der Produktion von Anzügen.
  • Einen Koffer stehen lassen — Eine übel riechende Blähung absondern.
  • Es geht um Kopf und Kragen (1) bzw. Er redet sich um Kopf und Kragen (2) — Es geht um Leben und Tod. Es geht ums Ganze (1) bzw. er verliert mit seiner Aussage alle Chancen auf ein mildes Urteil (2). Kragen bedeutet hier so viel wie Hals.
  • Man darf nicht den Kopf in den Sand stecken — Man kann die Sache nicht einfach negieren und hoffen, dass sie dann an uns vorbei geht. Angeblich, aber nicht wirklich, stecken Strauße bei Gefahr ihren Kopf in den Sand.
  • Ihm habe ich den Kopf gewaschen. – Ich habe ihn zurechtgewiesen, ihm die Meinung gesagt.
  • Seinen Kopf durchsetzen — Seinen Willen durchsetzen, auf seiner Meinung beharren, stur sein.
  • Man wird dir (dafür) nicht gleich den Kopf abreißen! — Du hast zwar einen Fehler gemacht aber es gibt Schlimmeres.
  • Den Korb, auch Brotkorb, höher hängen — Etwas schwieriger machen, den Zugang erschweren. Vgl. Brotkorbgesetz.
  • Einen Korb bekommen — Abgewiesen werden, eine Bitte nicht erfüllt bekommen. Troubadoure erhofften sich, von ihrer Angebeteten erhört zu werden. Wenn aber von der Burg ein Korb ohne Boden herab gelassen wurde, schlug die Hoffnung in Enttäuschung um.
  • Etwas oder jemanden aufs Korn nehmen — Bildlich auf jemanden oder etwas zielen. Beim Gewehr bildet das Korn zusammen mit der Kimme die Zielvorrichtung.
  • Es sieht hier aus wie Kraut und Rüben — Es herrscht ein wildes Durcheinander/eine heillose Unordnung. Aus der Küchensprache, wo Kraut und Rüben in einem Topf zusammen gemengt werden.
  • Wild ins Kraut schießen — Ungezügelt, irrational, unkoordiniert ablaufen. Vor allem in Verbindung mit Spekulationen und Gerüchten häufig verwendet.
  • Bei jemandem in der Kreide stehen — Schulden haben. Wirte und Krämer pflegten Forderungen mit Kreide an eine Tafel zu schreiben, bis sie erfüllt wurden. vgl. „Kerbholz“.
  • Kreide fressen — Entgegen der eigenen Absicht oder Gesinnung Friedfertigkeit vortäuschen. Vermutlich aus dem Märchen Der Wolf und die sieben jungen Geißlein, in dem geschildert wird, wie der Wolf Kreide frisst, um seine Stimme zarter zu machen.
  • Wie Krethi und Plethi. — Wild zusammengewürfelte Mannschaft. Nach der Bibel (2 Sam 8,18 EU), quasi eine „Fremdenlegion“ aus Kretern und Philistern von König David.
  • Drei Kreuze machen — Etwas überstanden haben. Das Bekreuzigen der Christen symbolisiert das Überstehen einer Aufgabe oder Prüfung. Dazu kommt das Sinnbild der Dreifaltigkeit.
  • Vor jemandem zu Kreuze kriechen — Um Abbitte nachsuchen oder unterwürfig um Vergebung bitten.
  • Krokodilstränen weinen — Unechte Tränen der Rührung, des Schmerzes oder der Trauer vergießen. In der antiken Mythologie weinten angeblich die Harpyien wie Kinder, um damit Menschen anzulocken. Im Mittelalter übertrug man diese Fähigkeit auf Krokodile.
  • Das ist überflüssig wie ein Kropf — Darauf kann man leichten Herzens verzichten. Der Kropf ist eine Krankheit, auf die man keinerlei Wert legt.
  • Ich bin doch kein Krösus — Ich bin nicht so reich, um das bezahlen zu können. Nach einem griechischen König Krösus, der zeitweise sagenhaft reich gewesen sein soll.
  • Eine Kröte schlucken müssen — Etwas Unangenehmes akzeptieren müssen.
  • Der Kuckuck soll dich holen! (auch: „Zum Kuckuck (nochmal)!“, „Zum Kuckuck damit!“) — Scher dich zum Teufel! Böser Fluch. Kuckuck war nämlich einst ein Synonym für Teufel.
  • Eine ruhige Kugel schieben — Sich nicht durch große Aktivitäten oder Fleiß bemerkbar machen.
  • Das ist eine Kugelfuhr — Das ist sehr schwierig zu bewerkstelligen. Munitionstransporte an die Front stellten eine gewaltige logistische Herausforderung dar und mussten gut vorbereitet bzw. abgesichert werden.
  • Das geht auf keine Kuhhaut — Übertreibender Ausdruck (Hyperbel) der Empörung, der besagen will, dass über eine bestimmte Sache oder Person so viel Empörendes zu berichten wäre, dass zur Niederschrift nicht einmal eine Kuhhaut ausreichen würde. Pergament wird aus den Häuten von Schafen hergestellt, „Kuhhaut“ bezeichnet insofern ein zwar nicht real übliches, aber als besonders groß vorzustellendes Beschreibmaterial. Eine andere Erklärung besagt, dass die Redensart auf die Gründung der Stadt Karthago zurückgeht, als die Königin Dido sich so viel Land erbat, wie sie mit einer Kuhhaut umschließen konnte. Nachdem sie die Zusage hatte, zerschnitt sie die Haut in dünne Streifen, die aneinandergelegt ein riesiges Gebiet umschlossen.
  • Den Kürzeren ziehen — Verlieren, unterliegen. Schon bei den Griechen übliche Form des Losentscheids, wonach das Ziehen des kürzeren Halmes bedeutete, dass man leer ausging.