Stilblüten 48

  • Mein Bruder hat zwei gierige braune Augen und links und rechts am Kopf stehen ihm zwei große Ohren ab.
  • Meine Schwester trägt Perlonstrümpfe, die bis in die Taille gehen.
  • Von den Löhnen wird immer viel Geld abgezogen, damit sich der Staat die Finanzämter leisten kann.
  • An allen Straßenecken und auf dem großen Platz standen Frauen und junge Mädchen und boten das Schönste an, was sie hatten.
  • Der Grund für eine Ehe ist meistens ein unhaltbarer Drang nach einem Zusammenleben zu zweit.
  • Die Gemüsefrauen decken bei sich alles zu, damit ihre schönen Sachen nicht schlapp werden.
  • Die Gauchos vertrieben alle europäischen Einsiedler, sodass sich diese an der Küste ansiedelten.
  • Ein Skelett ist ein Mensch, der bis auf die Knochen abgemagert ist.
  • Ich lese wahnsinnig gern Kriminalromane und Science-Fiction. Mit so einem spannenden Buch kann ich mich mehr befriedigen als mit irgend etwas anderem.
  • Die Frauenbewegung hat es fertiggebracht, dass das Geschlecht kein Hindernis mehr ist.

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Stilblüten 47

  • In den Ferien gehe ich immer zu meiner Tante. Sie wohnt in einem Dorf am See. Dass der Sommer da ist, merkt man dort vor allem daran, dass sich die Leute dauernd vermehren.
  • Dann folgte das Zeitalter der Aufklärung. Da lernten die Leute endlich, dass man sich nicht mehr durch die Biene und die Blüte fortpflanzt oder die Kinder vom Storch bringen lässt, sondern wie man sie selber macht.
  • Zu den vier Elementen gehört auch das Wasser und die Luft. Das Wasser ist sehr mächtig, aber auch wenn es sehr stark drückt, kann man es meistens noch halten. Die Winde dagegen können durch nichts zurückgehalten werden.
  • Als Cäsar den Saal betrat, wusste er, er sah die schönste Königin, die je auf einem Thron saß. Aber er sah nicht, dass Kleopatra es faustdick hinter den Ohren hatte.
  • Vor der Aufklärungswelle war der Geschlechtsakt eine Schweinerei, über die man nicht spricht. Heute ist er erlaubt und macht Spaß.
  • Viele Hunde gehen gern ins Wasser. Manche leben sogar immer dort, das sind die Seehunde.
  • Im Wahllokal machte sich mein Vater an der Liste zu schaffen. Als er endlich wusste, was er wollte, machte er das Kreuz. Dann ging er zu der freundlichen Helferin, die ihm erwartungsvoll den Schlitz öffnete.
  • Wenn man arbeitet oder in die Schule muss, folgt auf jedes Wochenende immer wieder ein Montag. In den Ferien gibt es das nicht.
  • Während ich als Junge mehr nach meinem Vater aussehe, gleicht meine Schwester mehr meiner Mutter. Dies betrifft vor allem das Geschlecht.
  • Eine Ehe schießt man auch, um Kinder zu haben. Aber oft sind auch zuerst die Kinder da, unter deren Druck dann die Ehe zustandekommt.

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Stilblüten 46

  • Die Hütten bestehen aus Ästen und Blättern. Zum Schluss wird Kot von den heiligen Kühen darübergebatzt.
  • Eine Null ist nichts und hat keinen Wert. Nur auf den Geldscheinen hat man was von ihr, wenn sie nach einer Zahl auftritt.
  • Ich will, dass alle Menschen in Frieden leben und sich nicht gegenseitig totschießen. Deshalb werde ich auch Kriegsdienst verweigern, wenn ich später einmal gewehrpflichtig bin.
  • Mein kleiner Bruder ist erst drei Jahre alt, aber er wird laufend älter.
  • Meine zukünftige Frau und ich, wir müssen etwas zusammen tun und nicht allein, aber ich bin am meisten Chef.
  • Vor allem junge Männer sind beim Verkehr rücksichtslos. Sie glauben, sie seien die Größten, wenn sie nur schnell sind.
  • Auf dem Standesamt ging es sehr feierlich zu. Während ein älterer Mann im Hintergrund leise orgelte, vollzog der Standesbeamte an meiner Schwester die Ehe.
  • Der Lehrer hat gesagt, er wird alles aus uns rausholen, was in uns steckt. Ja, was haben wir dann noch?
  • Die Inder sehen das Leben als Straf- und Prügelzeit an.
  • Einen richtigen Osterhasen gibt es nämlich gar nicht. Bei uns versteckt mein Vater immer seine Eier.

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Stilblüten 45

  • In diesem Monat war schon dreimal der Gerichtsvollzieher bei uns und hat seinen Kuckuck hinterlassen. Ich bin schon ganz verzweifelt, was er das nächste Mal wegnehmen wird. Mutter sagte, dass er auf gewisse Teile von ihr keinen Kuckuck kleben darf.
  • Meine kleine Schwester heult ganz arg oft. Meine Mutter sagt, sie ist halt zart beseitet.
  • Odysseus war viele Jahre fort von zu Hause. Dort wartete sehnsüchtig seine Frau Odyssee.
  • Wenn ich meine Oma besuche, bekomme ich immer viele Küsschen und Spaghetti mit Tomatensauce.
  • Adenauer tat sich mit den deutschen Frauen und Männern zusammen, damit sie gemeinsam alle wieder etwas hochkriegten.
  • Da ist er noch einmal mit beiden Augen davongekommen, dem lachenden und dem weinenden.
  • Da hat mein Vater gewaltig auf den Tisch gehauen und gebrüllt, dass er nicht immer der letzte sein will, den die Hunde beißen.
  • Der Weg machte eine Kurve. Als ich die hinter mir hatte, fiel mir plötzlich eine ziemlich kaputte Ruine ins Auge.
  • Die Pharaonen waren die Könige von Ägypten. Wenn sie starben, machten die Hinterbliebenen aus ihnen Konserven, damit sie noch möglichst lange etwas von ihnen hatten.
  • Früher gingen die Menschen abends und am Wochenende noch hinaus, um sich gegenseitig zu besuchen. Heute sitzen sie jeden Abend in Massen vor dem Fernseher. Daher kommt auch der Name Massenmedien.

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Stilblüten 44

  • Meine Schwester ist noch so klein, dass sie noch kein richtiger Mensch ist. Sie liegt den ganzen Tag herum und brüllt die meiste Zeit. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
  • Unterhalb des Nabels befindet sich beim Mann der sogenannte kleine Unterschied, der aber von Zeit zu Zeit durchaus größer werden kann.
  • Zum Fortpflanzen ist der Mensch an bestimmte technische Voraussetzungen gebunden. Das ist vor allem beim Mann der Fall. Die Frau ist nicht an eine bestimmte Paarungszeit gebunden.
  • Am liebsten lese ich den Sportteil, der montags immer besonders ausführlich ist und alles enthält, was ich am Wochenende im Fernsehen gesehen habe.
  • Der Freund von meiner Schwester wurde als erster Gewinner eines Autos aus der Trommel gezogen.
  • Die ersten Menschen gingen mit historischen Werkzeugen auf die Jagd.
  • Eigentlich wollte meine Schwester nach Hamburg ziehen und dort eine bessere Stelle annehmen. Aber ihr Freund hat sie so lange beträngt und geliebt, dass sie schließlich nicht mehr gehen konnte.
  • Ich habe zwei vollständige Eltern. Trotzdem bin ich eine halbe Waise, weil mein richtiger Vater gestorben ist und mein jetziger Vater neu dazukam und mit mir eigentlich gar nichts zu tun hat.
  • Ich habe nur noch einen Opa. Mein anderer mütterlicherseits verschlief ganz unerwartet im letzten Jahr.
  • Manchmal fällt dem Dichter kein Roman mehr ein und keine Geschichte, vielleicht nicht einmal ein Gedicht, sondern nur ein oder zwei kluge Sätze über das Leben. Das nennt man dann einen Afforismus.

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