Stilblüten 56

  • Viele Hunde gehen gern ins Wasser. Manche leben sogar immer dort, das sind die Seehunde.
  • Zyklopen waren Menschen, die am Kopf dort, wo andere nichts haben, ein Auge besaßen.
  • Am Sonntag musste ich mit meinen Eltern zu einer Bekannte, die gerade frische Mutter geworden ist und ein Baby gebärt hat. Ich dachte, dass sie bettlägrig ist, aber als wir ankamen, schaute die Gebärmutter zum Fenster heraus.
  • Der griechische Philosoph Platon war entweder zu schüchtern oder er hatte keine Lust auf Frauen. Deshalb nennt man noch heute eine Liebesaffäre, bei der der Mann und die Frau nicht intim werden, platonisch.
  • Die Frauen vom Roten Kreuz standen an jeder Ecke und schüttelten ihre Büchsen.
  • Ein Mann sollte erst heiraten, wenn er genug Geld verdient, um sich auch andere wichtige häusliche Gegenstände anzuschaffen.
  • Ich konnte gestern meine Matheaufgabe nicht machen, weil mein Vater den Taschenrechner brauchte und anschließend seine Batterie leer war.
  • Mein Bruder hat sich dann selbständig gemacht. Als er seine Werkstatt einrichtete, stellte er am Anfang noch so manches als Profisorium hin. Er sagte, man muss nicht sofort perfekt sein, in der Bescheidenheit zeigt sich der Meister.
  • Meine Schwester lügt wie gedruckt. Man kann ihr nicht einmal glauben, was man selbst sieht.
  • Viele Politiker und Lehrer und andere Erwachsene, die schon am Ruder sind, meinen, mit dem Schulstress sei das gar nicht so schlimm. Die haben leicht reden, die müssen ja nichts mehr lernen.

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Stilblüten 55

  • Vor der Aufklärungswelle war der Geschlechtsakt eine Schweinerei, über die man nicht spricht. Heute ist er erlaubt und macht Spaß.
  • Im Wahllokal machte sich mein Vater an der Liste zu schaffen. Als er endlich wusste, was er wollte, machte er das Kreuz. Dann ging er zu der freundlichen Helferin, die ihm erwartungsvoll den Schlitz öffnete.
  • Während ich als Junge mehr nach meinem Vater aussehe, gleicht meine Schwester mehr meiner Mutter. Dies betrifft vor allem das Geschlecht.
  • In den Ferien gehe ich immer zu meiner Tante. Sie wohnt in einem Dorf am See. Dass der Sommer da ist, merkt man dort vor allem daran, dass sich die Leute dauernd vermehren.
  • Wenn man arbeitet oder in die Schule muss, folgt auf jedes Wochenende immer wieder ein Montag. In den Ferien gibt es das nicht.
  • Dann folgte das Zeitalter der Aufklärung. Da lernten die Leute endlich, dass man sich nicht mehr durch die Biene und die Blüte fortpflanzt oder die Kinder vom Storch bringen lässt, sondern wie man sie selber macht.
  • Eine Ehe schießt man auch, um Kinder zu haben. Aber oft sind auch zuerst die Kinder da, unter deren Druck dann die Ehe zustandekommt.
  • Als Cäsar den Saal betrat, wusste er, er sah die schönste Königin, die je auf einem Thron saß. Aber er sah nicht, dass Kleopatra es faustdick hinter den Ohren hatte.
  • Viele Hunde gehen gern ins Wasser. Manche leben sogar immer dort, das sind die Seehunde.
  • Zu den vier Elementen gehört auch das Wasser und die Luft. Das Wasser ist sehr mächtig, aber auch wenn es sehr stark drückt, kann man es meistens noch halten. Die Winde dagegen können durch nichts zurückgehalten werden.

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Stilblüten 54

  • Die Zähne sind für den Menschen sehr wichtig. Die Milchzähne, die man als Kind hat, verliert man später, weil sie zu weich sind, um sich damit durchs Leben zu beißen.
  • Ich habe eine ältere Schwester, die ist schon wie eine echte Frau, äußerlich ist wenigstens alles da. Deshalb hat sie ein eigenes Zimmer. Ich habe noch keinen Busen, deshalb muss ich noch mit meinem Bruder schlafen.
  • Lucrezia Borgia war so verdorben und lasterhaft, dass sie sogar den Papst Alexander zu ihrem Vater machte.
  • Meine Schwester hat immer viele Verehrer. Nach vielem Hin und Her hat sie endlich ihren längsten Freund geheiratet.
  • Über uns wohnt ein alter Rentner. Er befindet sich Tag und Nacht in einem dunkelgrünen Anzug, der nicht einmal sonntags zur Ruhe kommt. Er redet mit niemand, dafür umso mehr mit sich selbst.
  • Trikolore nennt man eine Frau, die drei Männer hat.
  • Wie die Postkutschen beweisen, hat es auch damals schon Verkehr gegeben, nur ging er länger und war auch gefährlicher.
  • Als meine liebe Oma starb, dauerte ihr plötzliches Lebensende mehrere Tage lang.
  • Das Unkraut in unserem Garten vermehrt sich andauernd. Um diesen Zustand zu beenden, ging meine Mutter vors Haus und zog alles aus.
  • Die Bienenkönigin hat die Aufgabe, die Waben zu befruchten.

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Stilblüten 53

  • Im Gegensatz zu den Mohammedanern, die viele Frauen gleichzeitig heiraten dürfen, ist den Christen nur eine erlaubt. Man nennt das eine Monotonie, das andere Polyphonie.
  • Mein Sohn Hans konnte gestern wegen anhaltender Schlechtigkeit nicht in den Unterricht kommen.
  • Mit der Königin fliegen die überlebenden Drohnen, die aber dann von den Arbeiterinnen abgeschlachtet werden. Das nennt man Drohnenschlacht.
  • Was die Zukunft betrifft, mangelt es stark an fehlender Aufklärung.
  • Bei der Vererbung, die im allgemeinen von den Eltern auf die Kinder geschieht, hält man sich am besten an die Mendelschen Gesetze. Wenn man diese übertritt, wird man mit einem Wasserkopf oder so bestraft.
  • Der Mensch ist ein Säugetier. Er saugt sein Leben lang viel Flüssigkeit in sich hinein.
  • Die Kranken sind männlich, sie können auf keinen Fall Kinder bekommen.
  • Engländer sind vielseitig verwendbar. Mein Vater repariert mit ihm das verstopfte Waschbecken.
  • Im Gegensatz zum Rindvieh sind die Menschen keine Wiederkäuer. Wenn sie die Nahrung einmal geschluckt haben, bleibt sie endgültig im Magen.
  • Mein Sohn Hermann kann den Turnunterricht noch nicht besuchen, da sich sein verstauchtes Handgelenk unerwartet in die Länge gezogen hat.

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Stilblüten 52

  • Der Hauptmann zog eilends seinen Säbel und schoss den Angreifer nieder.
  • Die Gleichberechtigung hat die Frau den Männern völlig gleich gemacht. Aber an vielen Stellen gibt es noch immer erhebliche Unterschiede.
  • Eine Ehe schießt man auch, um Kinder zu haben. Aber oft sind auch zuerst die Kinder da, unter deren Druck dann die Ehe zustandekommt.
  • Meine Schwester wird im nächsten Monat ihren zukünftigen Mann heiraten. Bereits jetzt hängt sie voller Geigen und sagt, bald wird sie den siebten Himmel fühlen.
  • Von mir zu Hause, von meinen Eltern und meinen Schwestern gibt es nichts zu erzählen. Bei uns geht es immer ziemlich gewöhnlich zu.
  • Auf dem Dorf haben die Spatzen ein leichteres Leben. Dort finden sie oft wohlschmeckende Äpfel, die ihnen die Pferde voll Dampf hinterlassen.
  • Mein Freund Martin ist nicht versetzt worden, weil er zu wenig Sitzfleisch hat.
  • Ich und mein Bruder Werner sind Brüder, man kann fast schon sagen: Geschwister.
  • Meine Tante Ilse ist seit letzter Woche Witwe. Jetzt hat sie schon zwei verschiedene Männer.
  • Von unserem Waldspaziergang kamen wir sehr spät zurück. Alle Vögel hatten schon ausgesungen, die schwarze Dunkelheit rieselte von den Bäumen herab, unter unseren suchenden Füßen knirschte das Moos. Es war eine richtige stille Nacht.

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